Ich erlebe Führungskräfte, die viel abfedern:
Sie springen ein.
Sie sichern ab.
Sie übernehmen Verantwortung, um zu entlasten.
Zum Beispiel um 22 Uhr, wenn sie noch Präsentationen fertig machen,
damit das Team „nicht noch mehr auf dem Tisch hat“.
Die Absicht ist gut.
Die Wirkung oft problematisch.
Denn wer sich um alles kümmert,
nimmt anderen die Möglichkeit,
eigene Wirksamkeit zu entwickeln.
Selbstwirksamkeit entsteht nicht durch Schonung.
Sie entsteht durch:
☑️ klare Erwartungen
☑️ echtes Zutrauen
☑️ Verantwortung, die nicht relativiert wird
Gute Führung fragt deshalb nicht zuerst:
„Wie kann ich Dir das abnehmen?“
Sondern:
„Was brauchst Du, um das selbst tragen zu können?“
Das ist kein Rückzug aus Verantwortung.
Es ist eine Form von Respekt.
Und oft ist genau das die unbequeme Entscheidung, die Führung ausmacht.
Gute Führung heißt nicht, sich um alles zu kümmern.
